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Anarchy Datscha


Eine Bifi, die Wende und Herr Ratte vom MfS jagt Doktor Oetker

Die Arbeiten an dem Dokumentarfilm “Geschichte(n) aus dem Untergrund” haben eine unüberschaubare Menge an Material hinterlassen. Es bleiben vier junge Menschen und ein Mandat. Was erzählen die Aussagen und Hinterlassenschaften der Punksubkultur der DDR-Endzeit über sie selbst und ihre eigene Herkunft? Was bleibt von anarchistischen Träumen und den enttäuschten Hoffnungen der Systemwende?

Nach und nach geraten die Akteure in einen Taumel aus ihren eigenen Biographien, den Relikten einer untergegangenen Epoche, postmarxistischer Philosophie und persönlichen Utopien. Langsam kristallisiert sich eine Frage: versöhne ich mich mit der Geschichte, oder töte ich alles, was historisch ist und strebe nach einer Welt ohne Vergangenheit? Ausgehend von Recherchen und philosophischen Diskursen entwickelt das Traumquadratensemble ein lustvolles Spiel mit Ästhetiken des Punk, Polit-Pop und Glamrock. Rau, kantig und immer wieder mit dem Kopf gegen die Mauern.

Hätte es den Punk in der DDR nicht gegeben, die SED hätte ihn selbst eingeführt.


Es spielen: Anne Bergk, Johanna Franke, Marisa Wendt, Henning Dumke und Alan Doan Minh

Text: Originalaussagen von Zeitzeugen, Mao Tse-Dong, Sebastian Walter, Slavoj Žižek, Diedrich Diederichsen, Walter Benjamin und Franz Kafka

Regie: Marek S. Bednarsky


Wann: Premiere: 22. September 2011, 21 Uhr
Wo: Theater im VILLAKeller (Lessingstraße 7) | 04109 Leipzig
Karten und Infos:   Mail an: kontakt@traumquadrat.com

weitere Infos LVZ-Kritik "Die Villa" Leipzig